A1 zieht ins Pokal-Halbfinale ein
17.9.2009 von Dennis.
VfL Eintracht Mettingen A1 - DJK Arminia Ibbenbüren A1 0:3 (0:1)
Tore: 0:1 Viktor Lider (41.), 0:2, 0:3 Felix Große-Wördemann (84./87.)
Die A1 ist verdient ins Pokal-Halbfinale eingezogen. Nachdem es in der ersten Runde ein Freilos gab und in der zweiten Runde die SG Leeden/Ledde-VelpeSüd nicht angetreten war, starteten wir praktisch erst im Viertelfinale in den Pokalwettbewerb. Und hier hieß der Gegner nun ausgerechnet Tabellenführer Eintracht Mettingen. Doch es scheint inzwischen fast so, als ob die A1 es ähnlich der deutschen Nationalmannschaft machen würde: gegen Mannschaften wie Aserbaidschan (oder Hörstel) nur lasche Spiele, gegen Teams wie Russland und Portugal (oder Lotte und Mettingen) volle Pulle. So gab es in einem guten Spiel vor rund 40 Zuschauern am Mittwoch einen am Ende deutlichen 3:0-Erfolg im Tüöttendorf.
Die erste Chance hatten aber die Mettinger schon nach sechs Minuten, als ein Stürmer auf einmal frei vor Keeper Lennart Vorbrink auftauchte. Er wollte es aber ein Stück weit zu arrogant machen und den Ball über Lennart heben, der aber einfach stehen blieb und den Ball locker abfing. Zwei Minuten später verbuchten auch wir durch einen Schuss von Daniel Mieseler aus 20 Metern, der knapp links am Tor vorbei ging, auch die erste gute Gelegenheit. Die nächste gute Chance hatte Jerome Kleist, er verzog aber aus spitzem Winkel nur knapp. Dann gab es eine Viertelstunde Leerlauf, bevor wir zur nächsten Möglichkeit von Maxi Walkenhorst kamen. Er zog aus 25 Metern mit Vollspann ab, der Ball hätte ziemlich genau im linken oberen Eck eingeschlagen, doch der Mettinger Torwart holte den irgendwie noch raus. Kurz darauf hätten wir uns aber nicht beschweren dürfen, wenn wir in Rückstand geraten wären. Jan Speller verlor in einer unnötigen 1-vs.-1-Situation den Ball, worauf zwei Mettinger alleine auf Lennart zuliefen. Zum Glück für uns spielten sie die Kugel vor dem Tor nochmal quer, sodass der souveräne Schiedsrichter auf Abseits entschied. Drei Minuten später klingelte es dann aber im Kasten der Eintracht. Philipp Gräuler setzte sich zum wiederholten Male über die linke Seite gegen vier Mettinger durch und legte den Ball vorm Keeper zurück in die Mitte, wo Viktor Lider nur noch den Fuß hinhalten musste und zur Führung einschob. Ein viel besseres Timing hätte es hier wohl kaum geben können - Halbzeit.
Der VfL bekam in der Pause vermutlich richtig Lack und kam wie erwartet druckvoll aus der Kabine. Doch nachdem wir die ersten zehn Minuten in der zweiten Hälfte ohne wirklich brenzlige Szene überstanden hatte, nahmen auch wir wieder am Spiel teil. In der 56. Minute kamen wir zu einer Doppelchance durch Jerome. Erst zog er aus der Luft aus spitzem Winkel ab, der Mettinger Schnapper lenkte den Ball so eben noch um den Pfosten. Nach der anschließenden Ecke zog Jerome von der Sechzehnerkante flach ab, doch auch hier kam der VfL-Keeper so gerade noch mit den Fingerspitzen dran. Ein letztes Aufbäumen zeigten die Mettingen eine Viertelstunde vor dem Ende. Sie kamen zu zwei guten Gelegenheiten, weil wir schon im Mittelfeld die Zweikämpfe nicht richtig aufgenommen hatten. Für uns ergaben sich jetzt natürlich gute Kontermöglichkeiten. Die erste hatte Philipp, der mit einem No-Look-Pass von Jerome auf die Reise geschickt wurde, jedoch knapp verzog. Fünf Minuten später war es Sebastian Krügel, der ebenfalls alleine vor dem gegnerischen Torwart knapp das Tor verfehlte. In der 84. Minute dann aber die Vorentscheidung. Maxi eroberte sich im Mittelfeld den Ball, schaltete sein mittlerweile schon berühmt-berüchtigten ”Turbo” ein, legte die Kirsche am Fünfer zurück auf den eingewechselten Felix Große-Wördemann und der traf ins lange Eck. Den Deckel machte Felix drei Minuten später drauf: diesmal trieb der ebenfalls eingewechselte Frederick Deiters den Ball bis zum Sechzehner, wo er die Kugel quer auf Felix legte. Der machte kurzen Prozess mit seinem Gegenspieler (den er ziemlich alt aussehen ließ) und traf ins kurze Eck.
Fazit: Was für eine Leistungssteigerung zum mauen 0:0 gegen Hörstel am Sonntag, die Mannschaft war nicht wiederzuerkennen. Einsatzbereitschaft wurde zu Hauf an den Tag gelegt, dazu kamen sehr ansehnliche Kombinationen mit guten Chancen, von denen allerdings wieder mal die ein oder andere zu viel vergeben wurde. Trotzdem war es ein hervorragender Auftritt der ganzen Mannschaft beim Tabellenführer. Sehr positiv: es war das vierte Pflichtspiel und zum vierten Mal blieb die A1 ohne Gegentor, so kann es gerne weitergehen. Nächste Woche Mittwoch steht dann das Halbfinale an. Gegner ist Teuto Riesenbeck, die sich mit 2:0 gegen GW Steinbeck durchsetzten. Das andere Semifinale bestreiten die ISV (11:1 bei SW Lienen) und die Sportfreunde Lotte (3:0 gegen TuS Recke). Das Finale steigt am Tag der deutschen Einheit in Steinbeck.
Aufstellung: Lennart Vorbrink - Patrick Birke, Marco Sackarndt, Marvin Reinke - Jan Speller, Daniel Mieseler - Philipp Gräuler, Maxi Walkenhorst, Sebastian Krügel - Jerome Kleist, Viktor Lider (eingewechselt: Felix Große-Wördemann, Dennis Krügel, Frederick Deiters, Nico Osterbrink)