A1 wacht erst nach der Pause auf
12.4.2010 von Dennis.
SC Hörstel A1 - DJK Arminia A1 2:6 (2:2)
Tore: 0:1 Viktor Lider (10.), 1:1 (22.), 1:2 Marco Sackarndt (28.), 2:2 (41.), 2:3 Maxi Walkenhorst (61.), 2:4/2:5 Sebastian Krügel (62./79.), 2:6 Marco Sackarndt (85.)
Der Motor der A1 hat zwar stark gestottert, nach gut einer Stunde ist er dann aber doch noch angesprungen. So in etwa lässt sich das Spiel gestern beim SC Hörstel beschreiben. Nach einer durchwachsenen bis schlechten ersten Halbzeit hieß es am Ende doch noch 6:2 beim Tabellenletzten.
Alle hatten natürlich noch das ziemlich peinliche 0:0 aus dem Hinspiel in Erinnerung, als wir zahlreiche Torchancen gegen tief stehende Hörsteler nicht in Tore ummünzen konnten. So sollte es am Sonntag nicht noch einmal kommen. Zunächst schienen die Jungs aber doch überrascht, denn der Gastgeber versammelte sich nicht mit neun Feldspielern rund um den eigenen Sechzehner - wider Erwarten versuchten sie sogar mitzuspielen. Mit der ersten richtigen Torchance des ganzen Spiels brachte uns Viktor Lider, heute als Stürmer im Einsatz, in Front. Patrick Birke spielte einen schönen Pass in die Gasse, der aber etwas zu lang schien. Viktor setzte jedoch gut nach, Verteidiger und Torwart waren sich nicht einig und so konnte Viktor problemlos einschieben. Im Prinzip hätte es mit dem Toreschießen gleich weitergehen können, doch jetzt lief es erstmal wieder so im Hinspiel. Aus Platzmangel hier nur die beste Chance: Kapitän Marco Sackarndt köpfte nach einer Ecke von Felix Große-Wördemann den SC-Keeper aus kürzester Distanz an - da konnte der Torwart einfach nicht mehr ausweichen, selbst wenn er gewollt hätte. Alte Fußballer-Weisheit: wenn du vorne die Dinger nicht machst, fängst du die irgendwann hinten eins. Ecke für Hörstel, wir bekommen die Kirsche nicht richtig raus, abgefälschter Nachschuss aus 20 Metern und der Ball schlägt unten links ein. Erfreulicherweise erholten wir uns aber ziemlich schnell von diesem Gegentor. Auch bei uns musste eine Standardsituation nachhelfen, in diesem Fall ein Freistoß von Philipp Gräuler. Wieder war Marco mit dem Kopf zur Stelle und netzte zur erneuten Führung ein. Sieben Minuten später hätte Sebastian Krügel auf 3:1 erhöhen können. Schöner Spielzug über Marvin Reinke, der den Ball per Hacke für Nico Osterbrink auf der linken Seiten liegen ließ. Nico brachte den Ball schön nach innen auf den zweiten Pfosten, wo Sebastian herangerauscht kam und mit einem Flugkopfball nur das Außennetz traf. Statt 3:1 hieß es dann kurz vor der Pause aber 2:2. Die Hörsteler bekamen einen Freistoß, ca. 18 Meter vor unserem Tor. Der Schütze schoss den Ball unter der Mauer flach genau auf Keeper Lennart Vorbrink, der die hoppelnde Kugel nach vorne prallen ließ. Ein Hörsteler reagierte am schnellsten und markierte so den Ausgleich - zu einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt (wobei an dieser Stelle die Frage erlaubt sein muss, ob ein Gegentor jemals zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt fällt).
Auch nach der Halbzeitansprache brauchten die Jungs ein wenig, um wieder richtig reinzukommen. In der 55. Minute spielte Marco einen Pass in die Schnittstelle der Abwehr. Sebastian war durch, kam aber nur kurz vor dem Keeper an den Ball und konnte diesen dann nur noch knapp am Kasten vorbeispitzeln. Fünf Minuten später war es wieder Sebastian, der mit seinem schwachen linken den Ball nur knapp am Winkel vorbeizirkelte. Nur 60 Sekunden später gingen wir dann aber doch zum dritten Mal am heutigen Tage in Führung. Felix spielte einen kurzen Pass am Sechzehner quer auf Maxi Walkenhorst, der staubtrocken zum 3:2 vollendete. Den Doppelschlag machte wiederum nur kurz später Sebastian perfekt: nach einer Flanke von Nico stand er völlig frei am Fünfer und platzierte den Ball hart ins lange Eck. Danach hätte es im Drei-Minuten-Takt weitergehen müssen mit den Toren, doch erst in der 79. Minute machten wir das Spiel endgültig klar. Wieder war es Sebastian, der nach einer Ecke des eingewechselten Daniel Mieseler per Kopf am langen Pfosten sein zweites Tor erzielte. Berechtigte Frage an dieser Stelle: Wann hat “Gomez” eigentlich zum letzten Mal doppelt in einem Spiel getroffen? Die Historiker forschen noch in der Arminia-Chronik… Den Schlusspunkt setzte Marco erneut per Kopf nach Eckball von Maxi. Dabei hielt sich der Kapitän ausnahmsweise mal an die Anweisung von Co-Trainer Dennis, der ihm auf den Weg nach vorne die Aufgabe “Doppelpack schnüren” mitgegeben hatte.
Fazit: Es war ein zähes Spiel gegen den SC Hörstel. Gerade unsere Abwehr hatte zunächst ziemliche Probleme mit den doch recht flinken und lästigen Stürmern. Nach dem Seitenwechsel dann aber ein deutlich besser strukturiertes Spiel mit einem auch in dieser Höhe durchaus verdienten Sieg. Über die Chancenauswertung lässt sich sicherlich noch reden, aber das machen wir ja auch schon seit Wochen. Da das letzte Nachholspiel aufgrund von Recker Spielermangel nicht am kommenden Donnerstag ausgetragen wird und wir am Sonntag wegen des Lengericher Rückzugs spielfrei haben, geht’s erst am 23. und 25.04. mit den Spielen gegen TuS Recke und bei SW Esch weiter.
Aufstellung: Lennart Vorbrink - Patrick Birke, Marco Sackarndt, Dennis Krügel - Marvin Reinke, Philipp Gräuler - Nico Osterbrink, Maxi Walkenhorst, Sebastian Krügel - Felix Große-Wördemann, Viktor Lider (eingewechselt: Daniel Mieseler, Frederick Deiters, Christian Ahlers)