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“Spiele, die die Welt nicht braucht”

Dieser Eintrag stammt von Dennis Am 17.5.2010 @ 15:11 In A-Jugend aktuell, DJK Arminia, Jugendfußball, allgemeines | Keine Kommentare

GW Steinbeck A1 - DJK Arminia A1     2:4 (1:3)

Tore: 0:1/0:2 Steffen Müller (16./27.), 1:2 (29.), 1:3 Felix Große-Wördemann (30.), 1:4 Sebastian Krügel (64.), 2:4 (70.)

Die Überschrift (übrigens laut eigener Aussage “urheberrechtlich geschützt” von Trainer Andre Wichert) sagt eigentlich alles über das Spiel der A1 am Sonntag am Kanal. Das Spiel plätscherte über fast die gesamte Spielzeit nur so dahin, der Sieg über Grün-Weiß war aber zu keiner Zeit gefährdet.

Im Gegensatz zu den letzten Spielen kamen wir dieses Mal etwas besser rein. Schon nach fünf Minuten hatte der bei einer Ecke mit aufgerückte Libero Marco Sackarndt die erste Torgelegenheit, sein Flugkopfball war aber sichere Beute des GW-Keepers. Danach ließen wir es mal wieder etwas schleifen, die Steinbecker hatten aber zunächst nur einen Fernschuss zu bieten, der kein Problem für Torwart Lennart Vorbrink war. Aus heiterem Himmel dann die Führung für die DJK: Felix Große-Wördemann eroberte sich den Ball in der Nähe des gegnerischen Sechzehners und überließ den Ball für Sturmpartner Steffen Müller. Der zog in den Strafraum, umkurvte noch den letzten Mann und schob mit viel Übersicht gegen die Laufrichtung des Torwarts ein. Das Tor erinnerte ein wenig an Marko Marins Führung im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Augsburg (auf YouTube noch einmal zu genießen). Leider gab das Tor nicht den erhofften Auftrieb, stattdessen kamen die Steinbecker jetzt öfter mal in unsere Hälfte, ohne allerdings etwas Gefährliches zustande zu bringen. So konnten wir die Führung mit ganz viel Glück ausbauen. Eine verunglückte Flanke von Felix landete auf der Latte (Zitat Felix: “Die war doch gut!” Zitat Ende.), den zurückspringenden Ball verwertete erneut Steffen, diesmal per Kopf. Die Zwei-Tore-Führung hielt sage und schreibe zwei Minuten. Während unsere gesamte Abwehr sich zum gemeinsamen Mittagsschlaf verabredet hatte, netzte der Steinbecker unbehelligt ein. Zum Glück zeigten wir die richtige Reaktion. Beim direkten Gegenangriff bekam Felix den Ball im Sechzehner, verzögerte geschickt und zirkelte den Ball ins Eck. Damit ging es in die Pause.

Zur zweiten Halbzeit gab’s gleich vier Wechsel, denn trotz der verdienten Führung war nicht alles Gold, was glänzte. Während die ersten 45 Minuten zumindest etwas Abwechslung geboten hatten, sehnte man sich am Spielfeldrand während der zweiten Hälfte nur noch dem Schlusspfiff entgegen - ganz gemäß der Überschrift eben. Erwähnenswert waren hier eigentlich nur die beiden Tore, die zum Endergebnis führten. Sebastian Krügel, in der Halbzeit bereits leicht angeschlagen, bekam den Auftrag, ein  Tor zu schießen - erst dann würde er ausgewechselt werden. Damit ließ er sich dann doch noch bis zur 64. Minute Zeit. Dann war er auf einmal frei durch und hob den Ball geschickt über den GW-Keeper (übrigens auch eher einer aus der Kategorie “Sitzriese”) hinweg. Richtig beruhigend blieb es aber nicht lange. Durch Nachlässigkeiten im Mittelfeld und in der Abwehr tauchte ein Steinbecker Stürmer frei vor Lennart auf. Der konnte den ersten Schuss noch klasse parieren, gegen den Nachschuss war er aber machtlos. Bis zum Ende passierte nichts mehr - nein, wirklich gar nix.

Fazit: Sicherlich ein etwas besserer Auftritt als in den vergangenen Spielen, aber bei Weitem noch die alte Leistungsstärke. Dennoch hatte man zu keiner Zeit das Gefühl, dass am Kanal Punkte abgegeben werden könnten. Durch den knappen Mettinger Sieg gegen Laggenbeck kommt nun am 30. Mai das Highlight, auf das alle hingefiebert haben. Im Tüöttensportpark in Mettingen kommt es zum Showdown zwischen dem Tabellenersten (Arminia) und dem letzten Verfolger (Eintracht Mettingen). Bei vier Punkten Vorsprung reicht uns theoretisch sogar ein Unentschieden zum Titelgewinn. Dennoch werden wir alles dafür tun, um zum dritten Mal im dritten Spiel gegen die Eintracht zu gewinnen. Selbst bei einer Niederlage wäre noch alles drin, am letzten Spieltag kommt es zu den Duellen Arminia vs. Teuto Riesenbeck und SF Lotte vs. Mettingen. Mit einem Punktgewinn in Mettingen können und sollten wir uns diese Rechenspiele und das Zittern aber ersparen!

Aufstellung: Lennart Vorbrink - Patrick Birke, Marco Sackarndt, Marvin Reinke - Jan Speller, Philipp Gräuler - Nico Osterbrink, Maxi Walkenhorst, Sebastian Krügel - Felix Große-Wördemann, Steffen Müller (eingewechselt: Freddy Deiters, Christian Ahlers, Viktor Lider, Christopher Hein; auf der Bank: Daniel Mieseler, Dennis Krügel, Jerome Kleist) 


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